Juice Juice Baby!

Die letzten Wochen habe ich in meiner Küche ordentlich rumgepantscht. Warum? Weil es mich nun doch gepackt hat und ich nicht anders konnte als mir einen Entsafter zuzulegen. Keine fancy-super-alles-automatisch-Maschine, sondern eine einfache Handpresse mit Kurbel und ohne sonderlich Schnickschnack. Diese kann im Gegensatz zu den Zentrifugalentsaftern, welche Obst/Gemüse erst zerhäckseln und dann den Saft herausschleudern, auch Blattgrün entsaften und günstig war sie auch noch hehe.

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Ehrlich gesagt bin ich was Säfte anbelangt echt pingelig. Wie schon in meinem Cardea Detox Bericht erwähnt, sind Gemüsesäfte eher nicht so mein Ding und alles was penetrant nach Sellerie, Ingwer, Gurke oder ähnlichem schmeckt, geht einfach gar nicht. Trotzdem bin ich von grünen Säften nicht zuletzt durch Kris Carr so angefixt, dass ich dachte es müsse doch möglich sein, das Ganze schmackhaft zu gestalten.

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Zugegeben, mein erster Saftversuch mit Spinat war alles andere als erträglich. PFUUUIIII! Ich glaube zu viel Blattzeug zu Anfang ist eher kontraproduktiv, wenn man sich langsam an das Thema grüne Säfte herantasten möchte. Und auch wenn ich sehr gerne grüne Smoothies trinke, so kann man in Säften die gleiche Menge Grün nicht so einfach „geschmacklich verstecken“ wie im Smoothie-Kollegen. Also habe ich an der Fruchtmenge geschraubt und mich ein wenig durchgetestet.

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Für morgen habe ich mir ein paar Säfte „gekurbelt“, welche echt lecker sind und werde einen Safttag einlegen. Und damit ihr auch ein paar Ideen für eure Säfte bekommt, folgen hier ein paar kleine Anregungen.

Ich sage nur: ZITRONE ist die rettende Zutat allen Blattgrüngeschmackes.

Juice1

1 Rasenmäher

1 kleiner Brokkolikopf
3 Stangen Sellerie
1-2 Äpfel
1 Orange
1 Zitrone

2 Fenchel-Sprizz

1 Knolle Fenchel
1 Birne
1 Apfel
1/2 Zitrone

3 Cinnamon-Bliss -Kiss…

…ist eigentlich eine Cashew-Milch für den Abend

200g Cashewkerne
1l Wasser
4 kleine Datteln
1EL Zimt
1/2 TL Muskat

Alles im Mixer pürieren, etwas stehen lassen und anschließend nochmals kurz mixen. Durch ein Sieb oder Wäschenetz filtern, damit die groben Stückchen rausgehen.

Ohja, ich habe mich selbst mit der Benennung der Kreationen übertroffen.

Was ist eure Erfahrung mit grünen Säften?

Ich bin da SOWAS von mäkelig, geht euch das auch so?

Oder habt ihr vielleicht noch ein paar super Tipps für grüne Säfte für mich?

Und jetzt sag ich Cheers! und wünsche euch einen super Tag!

 

 

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Intervention Halbzeit und Emotional Eating

Fast zwei Wochen läuft nun schon die Ah-May-Zing Diet Bet an der ich teilnehme und es ist erstmal verrückt, wie viel Zuspruch und Motivation man von den ganzen Teilnehmern bekommt! Ich hatte natürlich zwischendrin immer mal ein paar Tage, in denen es nicht so lief wie ich es gerne gehabt hätte, aber alles in allem konnte ich mich schon ein wenig von unerwünschten Gewohnheiten trennen. Vorgenommen habe ich mir keine Diät im eigentlichen Sinne, sondern ich achte darauf wenig Weißmehl, wenig Zucker und ausgewogen mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide zu essen und viel zu trinken. Dementsprechend hatte ich die Zeit über hauptsächlich mit der Problematik des „Emotional Eating“ zu kämpfen.

Falls jemand damit nichts anfangen kann: Beim Emotional Eating, dem emotionalen Essen, greift man nicht nur bei Hunger zu Essen, sondern zum Beispiel auch bei Problemen, welche einen emotional belasten, zur Stressentlastung oder zur Belohnung. Für mich kann ich das ganz gut feststellen, wenn ich in den Prüfungswochen oder wenn es mir gar nicht gut geht immer mehr esse und natürlich auch nicht nur mehr von all den gesunden Dingen, sondern auch von Fastfood und Süßigkeiten. Das kann dann auch schonmal zu reinen Futterattacken führen. Zumeist denke ich dann „Ach, es ist alles jetzt so doof, dann mach ich mir heute Abend wenigstens was Schönes zu Essen.“ oder ähnlich. Aber natürlich beseitigt ein leckerer Schokokuchen kein einziges Problem – im Gegenteil, wenn man dann doch mal über die Strenge geschlagen hat, fühlt man sich schlecht, weil man sich so über die Zeit ein paar Kilo mehr anfuttert, weil man nicht dem Verlangen nachgegeben hat etc.

Das sind jetzt natürlich keine Gedanken die man verallgemeinern kann, aber viele Leute leiden an ähnlichen Problemen und so einfach ist das echt nicht, da wieder den Teufelskreis zu durchbrechen. Ich denke vor allem ist es wichtig, dass man seine Auslöser erkennt und den Grund, warum man gerade zu dem Zeitpunkt zum Essen greift versteht. Seit ich mich eingehender mit meiner Problem-Thematik beschäftige, kann ich zumindest schon häufiger erkennen, wann ich wieder einmal aus emotionalen Gründen statt aus Hunger gegessen habe Und es ist jetzt nicht so, dass diese Erkenntnis über Nacht oder in zwei Wochen gekommen wäre. Das ist ein langer Prozess, der sich aber letztendlich lohnt! Dies verhindert nicht immer, dass ich dann doch keine Tafel Schokolade esse – aber der Umgang danach mit sich selbst verändert sich. Und je gelassener man mit solchen Situationen primär umgeht, desto weniger ziehen einen die Schuldgefühle danach wieder in eine neue Essattacke. Da ich hier jetzt keinen psychologischen Blog beginnen möchte und es weitaus mehr und vor allem kompetentere Beratung in solchen Fällen in Internet etc. gibt, hier nochmal ein Link, der einen kurzen Überblick über die Problematik gibt.

Ich schreibe trotzdem hier von diesem Thema, weil es mir wichtig ist zu zeigen, dass es eine weit verbreitete Thematik ist und auch gesundheitsbewusste Menschen (zu denen ich mich auch zähle) solchen Problemen ausgesetzt sind. Auch wenn auf diesem Blog natürlich nicht nur gesunde Rezepte zu sehen sind, ist es doch nur ein Teil der meine Essgewohnheiten und Persönlichkeit widerspiegelt. Ich ertappe mich selbst oft, wie ich auf andere Blogs schaue und bewundere, wie diese Menschen so diszipliniert sind; grüne Säfte trinken, Rohkost essen oder sonstwas – dabei heißt es nicht, dass diese Menschen perfekt sind und nicht auch mal ein Eis essen, nur weil sie vielleicht einen Fitnessblog oder ähnliches unterhalten. Dies ist dann eventuell nur nicht Thema des Blogs. Manchmal idealisiere ich dann die Schreiber dieser Blogs und frage mich, was ich falsch mache oder warum mir das so schwer fällt. Natürlich möchte man vor allem in der Öffentlichkeit (also hier im Internet) nicht seine Schwächen ausbreiten, und nichts liegt mir ferner, als meine Probleme öffentlich zu diskutieren – aber ich finde es wichtig, mich als normaler Mensch zu zeigen, dem eben auch Dinge schwer fallen. Es gibt sicherlich Leute, die so diszipliniert sind und alles scheinbar richtig machen, aber die Mehrheit der Menschen ist nicht die perfekte Person mit der perfekten Figur und ohne schlechte Angewohnheiten und Schwächen.

Um nun mal auf den Punkt des heutigen Blogeintrages zurückzukommen Vielleicht sollte ich mir abgewöhnen so spät abends Einträge zu verfassen, wenn ich dann immer wieder sentimental werde:

In der dietbet Community bekam ich einen simplen aber hilfreichen Tip, welcher mir tatsächlich an einigen Tagen gut beiseite stand. Bevor ich etwas aß, fragte ich mich auf welchem Punkt einer Skala von 1-10 ich mit meinem Hunger stand. Und dann gab es nur Essen, wenn ich auf der hungrigen Hälfte war bis ich nicht pappsatt oder übervoll war, sondern nur bis ich mich unter neutral oder zufrieden/Hunger gestillt fand.

Nun folgt noch eine Futter-Impression der letzten Woche. Damit hier nicht nur Text steht O.o

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Psychologiestunde Ende.

 

 


Intervention: Spring Boost

Es hat mich wieder einmal erwischt. Stress, schlechtes Wetter und Probleme führten zu niedergeschlagener Stimmung. Diese sollte verscheucht werden durch freundlich getarntes, aber ungesundes „Soulfood“, was wiederum zu Energielosigkeit, Gewichtszunahme und noch schlechterer Stimmung führte. Und nun hocke ich wieder einmal da und bin zur Krönung erkältet.

Wem kommt das bekannt vor? Auch wenn ich eigentlich weiß, was mir gut tut und mich auch sonst sehr gesund ernähre, bin ich doch ein Opfer meiner Psyche. Sobald es mir mal nicht gut geht, ich neben meinem Standard-Problem vielleicht noch Stress habe und das Wetter oder eine Sehnenentzündung mir einen Strich durch den Sport macht, gehe ich in Langeweile-Frust-und-Verzweiflungs-Futtern und Energielosigkeit mit Niedergeschlagenheit in einem großen grauen Loch unter.

Meist hilft dann für ein/zwei Wochen nichts, was mir auf die Sprünge hilft. Kurzzeitige Energieschübe, welche zu Aufräumaktionen führen, helfen dann nur für einen Tag, bevor der Trott wieder zuschlägt. Die so gewonnenen Kilos tragen nicht sonderlich dazu bei, dass ich mich motivierter fühle. Alles scheint dann zuviel zu sein. In solchen Momenten suche ich immer wieder nach DEM Augenblick oder DER Strategie, wie ich mich wieder aufraffen kann. Und dabei gibt es eigentlich nur eins für mich: mehr frisches Obst und Gemüse, mehr Rohkost und vor allem mehr frische Luft und Bewegung. Auch wenn das zumeist das Letzte ist, auf das ich in diesen Momenten Lust habe. Wenn ich wieder einmal den ganzen Tag im Bett verbracht habe und mich nach vitalstoffarmen Essen überhaupt nicht mehr aufraffen kann, dann helfen tatsächlich nur Sport und frische Luft.

Mangolassi

Angestachelt durch den 5 Tages Detox von Jennifer (Nancy’s Kitchen) und Lena (A Very Vegan Life) unternahm ich zu Ostern einen ersten Versuch mit meinem Liebsten, als es hieß: viel Rohkost, wenig Süßes, kaum Weißmehl (wie die Fotos hier beweisen). Allerdings musste ich mir eingestehen, dass ich mit meinen Problemen überforderter war, als ich erst dachte und sofort wieder in eine Phase fiel, in der ich mich zu nichts motivieren konnte.

Da ich letzte Woche nun so unzufrieden mit mir selbst war und mir doch tatsächlich nach einem Stündchen joggen wieder eine Erkältung eingefangen habe, was ein Grund mehr ist, zu glauben, dass ich meinem Körper nicht viel Gutes getan habe im letzten Monat  beschloss ich mir einen Ruck zu geben und wieder auf den „Gesundheitszug aufzuspringen“.

Und da ich das am besten mit einem kompletten Neustart kann so viele Neustarts wie ich schon hatte, ist es wohl eigentlich schon eine Gewohnheit O.o, meldete ich mich doch direkt bei meiner ersten Diet Bet an. Wer es noch nicht kennt: Die Diet Bet ist eine Art des Social Dieting. Man „wettet“ einen festen Betrag an Geld, dass man einen bestimmten Anteil seines Körpergewichts in einer festgelegten Zeit abnimmt. Dabei gibt es zwei Laufzeiten – 1 Monat, in dem man 4% seines Körpergewichtes verlieren möchte und einen 6-Monats-Zeitraum, in dem es gilt 10% seines Körpergewichtes zu verlieren. Erreicht man sein Ziel, und das liegt bei einem gesunden Menschen nur an der eigenen Disziplin bezüglich Ernährung und Bewegung, wird der Pot unter allen „Gewinnern“ aufgeteilt. Diese Sache, es sollte eigentlich selbstverständlich sein, richtet sich natürlich nur an Menschen, die auch Gewicht verlieren möchten. Jeder der normalgewichtig ist, sollte nicht an solch einer „Wette“ teilnehmen. Erfahren habe ich von dem DietBet-Event über die Blogilates Homepage von Cassey Ho – ihr Event nennt sich Ah-May-Zing Dietbet :)

GreenMonster

Natürlich ist das für disziplinierte Menschen ein einziger Firlefanz. Aber gerade für diejenigen, die sonst Mühe haben wieder in eine gesunde Lebensweise einzusteigen, hilft der Faktor des sozialen Netzwerkes und der Ermutigung vielleicht – neben dem Ausblick, sein Geld zurückzuerhalten und vielleicht etwas dazuzugewinnen – dranzubleiben. Zumindest erhoffe ich mir das für mich. Und drei Kilo weniger täten mir natürlich auch nicht schaden ;)

Wichtig ist aber auch, und das muss ich mir selbst auch immer wieder sagen: niemand ist perfekt, und sich selbst Vorwürfe über Ernährungssünden, Bewegungsmangel, fehlende Disziplin etc. zu machen, hilft keinem weiter. Eher im Gegenteil. Wer sich durch einen kleinen Fehlschlag entmutigt fühlt, dem kann ich nur empfehlen im Blogilates-Netzwerk bei den netten „POPsters“ vorbeizuschauen und zu sehen, dass wir alle nur Menschen sind und jeder es schaffen kann gesund und stark zu sein. Was für eine motivationale Rede halte ich hier eigentlich gerade O.o?

Jetzt interessiert mich aber auch brennend, ob ihr diese Wochen auch kennt in denen nichts von gesundem Lebensstil, Disziplin und Motivation zu sehen ist? Wie kommt ihr aus solch einem Loch wieder heraus? Benötigt ihr auch so „drastische“ Maßnahmen wie DietBets und Fastenwochen wie ich?

redsmoothie

Ich werde auf jeden Fall berichten, wie ich mich die nächsten 4 Wochen über die Laufzeit meiner „Wette“ wieder zu einem gesunden Menschen hocharbeiten möchte :) Drückt mir die Daumen!